Arbeitszeitangleichung

Die Uhr tickt!

12.06.2019 | Nach dem 5. Gespräch zur Angleichung der Arbeitszeit in Schwerin ist klar: Wenn sich die Arbeitgeber bis Ende Juni nicht bewegen, ist eine historische Chance vertan.

Die IG Metall hat am 11. Juni nach intensiver Vorbereitung ein tragfähiges Konzept für die Absenkung der Arbeitszeit präsentiert:

- Arbeitszeitangleichung mit betrieblichen Lösungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Geschwindigkeiten

- Für unterschiedliche Modelle in den Betrieben gibt es einen klaren tariflichen Rahmen.

Wenn es keine Einigung der Betriebsparteien gibt, soll eine verbindliche Regelung der Arbeitszeitabsenkung nach dem Manteltarifvertrag greifen.

- Betriebliche Modelle bedürfen der Zustimmung der Tarifvertragsparteien.

 

Damit ist die IG Metall den Arbeitgebern deutlich entgegengekommen. Mit den konkreten Vorschlägen würden wir eine betriebliche Flexibilität für die Einführung der 35-Stundenwoche im verbindlichen Zeitrahmen ermöglichen.

Auch mit weiteren Vorschlägen haben wir Kompromissbereitschaft gezeigt:

zum Beispiel durch Optionen für einen vorübergehenden Ausgleich des reduzierten Arbeitszeitvolumens.

Dabei wollen wir sicherstellen, dass die Arbeitszeitverkürzung bei den Beschäftigten ankommt. Auf der Arbeitgeberseite sind auch im 5. Gespräch immer noch keine Ansätze

einer Lösungsorientierung erkennbar: Alle Vorschläge der IG Metall haben die Arbeitgeber abgelehnt.

Die Arbeitgeber wollen, dass die Betriebsparteien ab 1.1.2021 ohne verbindlichen tariflichen Rahmen frei wählen sollen, wo die betriebliche Arbeitszeit innerhalb eines „Korridors“ zwischen 30 und 40 Stunden liegt. Außerdem wollen sie, dass die Beschäftigten die Arbeitszeitverkürzung zusätzlich bezahlen. Zwar soll es auch tarifliche „Leitplanken“ geben.

Dafür gibt es aber keinerlei konkrete Umsetzungsvorschläge der Arbeitgeber.

Die verbindliche Einführung der 35-Stundenwoche soll erst zum 1.1.2031 erfolgen.

Dieser Zwischenstand ist keine gute Grundlage für ein Weiterkommen. Und die Zeit wird knapp für eine Lösung in der Fläche. Der letzte Gesprächstermin ist für den 21. Juni in Leipzig geplant. Danach beraten die Tarifkommissionen und der Vorstand der IG Metall.

 

Quelle: IG Metall BZL BBS, 12.06.2019

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