29.10.2024 | Am 29. Oktober endete die Friedenspflicht in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie und die Tarifbewegung ging in die heiße Phase. Ab jetzt sind die Betriebe arbeitskampffrei und die Kolleginnen und Kollegen senden bereits am ersten Tag eine klare Botschaft in Richtung Arbeitgeberlager: Wir stehen hinter unserer Forderung nach 7 Prozent mehr Entgelt und 170,- Euro mehr Ausbildungsvergütung.
Zur zweiten Verhandlung am 17. Oktober 2024 in Leipzig brachten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot mit. Deshalb braucht es jetzt den Druck vor den Werkstoren!
2.000 Kolleginnen und Kollegen aus dem BMW Werk Leipzig machten heute den Anfang und haben in der Frühschicht für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. „Damit setzen die BMW-Beschäftigten unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht ein ganz klares Zeichen. Sie erwarten ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Die bisher in Aussicht gestellten Entgeltsteigerungen, sind nicht akzeptabel“ sagte Michael Hecker, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.
„Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben werden in den nächsten Tagen deutlich machen, dass sie hinter der IG Metall Forderung nach 7 Prozent mehr Entgelt stehen“, sagte Steffen Reißig, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig. „Die Menschen brauchen jetzt mehr Kaufkraft. Das Angebot der Arbeitgeber ist zu niedrig, die Erhöhung kommt zu spät und soll zudem viel zu lange gelten. Dafür gibt es kein Verständnis bei den Beschäftigten“
Das wurde auch bei GF Casting Solutions deutlich. 85 Kolleginnen und Kollegen aus der Frühschicht beteiligten sich am heutigen Warnstreik um ihrer Forderung nach 7 Prozent mehr Entgelt, sowie 170,- Euro mehr Ausbildungsvergütung Nachdruck zu verleihen.
Zur Mittagszeit gab es ebenfalls eine Aktion der Beschäftigten der Fläkt Group in Wurzen, bei der 70 Kolleginnen und Kollegen dem Aufruf der IG Metall Leipzig gefolgt sind.
Die dritte Verhandlungsrunde für das Tarifgebiet Sachsen findet am 5. November 2024 in Dresden statt.