28.01.2026 | Der Industriestandort Deutschland braucht neue Strategien, um aus der Krise zu kommen. Für die IG Metall ist klar: Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen jetzt zusammen eine Zukunftsoffensive starten.
„Wir müssen neue Wege beschreiten, damit der Industriestandort Deutschland wieder dahin kommt, wo er hingehört: an die Spitze. Wir brauchen Mut im Wandel, statt immer mehr Verunsicherung“, betont Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, auf der Jahrespressekonferenz der IG Metall in Frankfurt.
Aktuell sind die Zeiten schwierig, besonders in der Automobil-, Zulieferer- und Grundstoffindustrie. Die deutsche Industrie droht zwischen US-Zöllen und subventionierten Importen aus China zerrieben zu werden. 140 000 Arbeitsplätze sind in der Industrie 2025 abgebaut worden. Doch die Zahlen hätten noch deutlich höher ausfallen können.
„Die IG Metall, ihre Betriebsräte und die Beschäftigten haben geliefert. Ohne uns wäre es in der deutschen Industrie schon jetzt zappenduster. Die Beschäftigten in unseren Bereichen verzichten auf Milliardenbeträge, auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld, arbeiten länger für weniger. Im Gegenzug ist es uns gelungen, zehntausende Arbeitsplätze zu sichern und Investitionszusagen für deutsche Standorte zu vereinbaren“, erklärt Benner.
Jetzt geht es für die IG Metall darum, nach vorne zu gehen. Für Benner ist klar: „Wir brauchen neue Strategien.“ Die IG Metall fordert daher eine Initiative für Arbeit und Aufschwung mit Fokus auf Innovation, Investition und Industrie – und legt dafür ein klares Programm vor.
„Bei der Initiative für Arbeit und Aufschwung geht es nicht einfach um einen weiteren runden Tisch oder die nächste gemeinsame Erklärung“, betont Jürgen Kerner. Der Zweite Vorsitzende der IG Metall verdeutlicht, um was es jetzt gehen muss: „Es geht um konkrete Arbeit im Maschinenraum der Industrie: in den einzelnen Branchen und vor Ort in den Regionen.“
Die von der IG Metall geforderte Initiative für Arbeit und Aufschwung beinhaltet diese Punkte:
Quelle: www.igmetall.de