Schnellecke Sachsen

Schnellecke-Geschäftsführung verschließt die Augen – Angleichung verweigert

19.08.2020 | Auch die zweite Tarifverhandlung bei Schnellecke Logistics Sachsen endete ergebnislos. Der Arbeitgeber hat am 13. August wieder kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt und die Zeichen der Zeit scheinbar immer noch nicht erkannt. Das vorgelegte zweite Angebot sieht für die Monate seit April bis zum Jahresende 2020 keine Entgelterhöhung vor.

Verhandlungskommission bei Schnellecke Logistics Sachsen am 13. August Foto: IG Metall

Der Logistikdienstleister sucht zwar dringend Personal, ist aber nicht bereit für eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen
zu sorgen. Gleichzeitig verlassen langjährige Beschäftigte den Betrieb oder wechseln zu attraktiveren Arbeitgebern. Der Abstand zu vergleichbaren Logistikunternehmen mit IG Metall-Tarifvertrag wächst damit deutlich.

Das Unternehmen verkennt weiterhin, dass gutes Personal auch gute Arbeitsbedingungen braucht. Dazu gehört nun einmal auch eine vernünftige Entgeltstruktur, die die Kolleginnen und Kollegen nicht in die Altersarmut fallen lässt. Derzeit ist bei Schnellecke weder eine soziale Absicherung noch später eine gute Rente der Fall. Ganz im Gegenteil: Ende Juni kündigte Schnellecke den Altersteilzeittarifvertrag. „Das zeigt einmal mehr, wie weit sich Schnellecke von seinen Beschäftigten und der betrieblichen Wirklichkeit entfernt hat“, so Sascha Hahn, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Zwickau. „Und auch die Corona-Pandemie kann keine Ausrede für Nullrunden sein.“  

Es ist nicht ersichtlich, warum das Lohnniveau bei Schnellecke Sachsen anders ist als an anderen Schnellecke-Standorten. Der Konkurrenzdruck bei Ausschreibungen darf nicht länger auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen ausgetragen werden. Deshalb verfolgt die IG Metall mit den Tarifverhandlungen das Ziel einer einheitlichen Entgeltstruktur aller Schnellecke-Standorte. Die Forderung, die die Tarifkommission der IG Metall einstimmig beschlossen hat, sieht im ersten Schritt eine Entgelterhöhung um 6 Prozent, jedoch mindestens 150 Euro für eine Laufzeit von
zwölf Monaten vor. Die IG Metall erwartet zum dritten Verhandlungstermin am 9. September von der Geschäftsführung ein Angebot, das seinen Namen verdient!

In der zweiten Verhandlung wurde deutlich: Wir befinden uns mitten in der Auseinandersetzung. Der bisherige Druck muss weiter erhöht werden – dazu braucht es Dich!

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