04.02.2026 | Am 3. Februar 2026 kamen Seifert und die IG Metall zur 4. Verhandlung, im seit Oktober 2025 laufenden Tarifkonflikt zusammen. Dort ist es erstmals zur Annäherung in einigen Punkten gekommen.
Nach sechs Stunden brach der Arbeitgeber jedoch die Verhandlungen ohne konkreten Folgetermin ab, nachdem die IG Metall einen Lösungsvorschlag auf das vorgelegte Arbeitgeberangebot unterbreitete.
„Wir wollten gestern den vier Monate laufenden Tarifkonflikt lösen und hatten den Eindruck, dass es vorsichtige Annäherungen in einigen Punkten gab. Dass der Arbeitgeber die Verhandlungen jedoch ohne konkreten Folgetermin abbricht, zwingt uns zu dieser Warnstreikmaßnahme“, sagt Steffen Reißig, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.
Zeitgleich zur Arbeitsniederlegung forderte die IG Metall den Arbeitgeber auf am 4. Februar 2026 bis 22:00 Uhr eine Rückmeldung zum Lösungsvorschlag der Gewerkschaft zu geben und bot darüber hinaus an, die Verhandlungen bereits am gleichen Tag ab 16 Uhr digital fortzusetzen.
Nach mehreren Diskussionsrunden bot die Firma Seifert ihren Beschäftigten untenstehende Punkte an.
Arbeitgeberangebot:
Die IG Metall erwiderte daraufhin Folgendes:
An diesem Verhandlungspunkt brach der Arbeitgeber die Gespräche ab und verabschiedete sich ohne konkreten Folgetermin.
Als Folge dessen rief die IG Metall heute die Spätschicht bei Seifert zum Warnstreik auf. Rund 20 Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich und fordern ihren Arbeitgeber auf, endlich einen neuen Tarifvertrag abzuschließen.
Im Vorfeld hatten bereits 77 Seifert Beschäftigte ihren Arbeitgeber eine Unterschriftensammlung übermittelt. Darin heißt es: "Wir sehen die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen, aber wir erwarten, dass auch unsere wirtschaftliche Perspektive anerkannt und berücksichtigt wird. Die Preissteigerungen treffen uns als Seifert-Beschäftigte genauso, wie alle anderen Menschen und wir sind nicht weniger wert als die Kolleginnen und Kollegen in den anderen Kontraktlogistikbetrieben der Region. Wir wollen nicht dauerhaft abgekoppelt werden."