20.03.2026 | In der Siemens AG ist im März mit Abschluss einer entsprechenden Gesamtbetriebsvereinbarung der Transformationsfonds gestartet.
Auf Grundlage der 2025 von Gesamtbetriebsrat, Firmenseite und IG Metall gemeinsam geschlossenen Transformationsvereinbarung sind damit die Weichen gestellt, die Beschäftigten unter Einbindung der Betriebsräte gezielt für die Herausforderungen der Transformation zu qualifizieren.
Als “neuen Meilenstein” und “kraftvollen Motor für eine nachhaltige, erfolgreiche und menschzentrierte Transformation” bezeichnet die stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Stefanie Lengfelder den Start des mit 50 Millionen Euro ausgestatteten Transformationsfonds, denn: “Der Fonds ist ein zentraler Hebel, um unsere Kolleginnen und Kollegen gezielt für die Herausforderungen der Transformation zu qualifizieren und zu stärken.”
Tatsächlich ist diese Weiterentwicklung des bereits früher mit Innovations- und Zukunftsfonds entwickelten Fondsmodells ein wesentlicher Schritt, die Menschen im Unternehmen vorausschauend und proaktiv für aktuelle und künftige Anforderungen fit zu machen. Den Rahmen dafür, die Beschäftigten zu erfolgreichen Gestaltern statt bloßen Objekten der Transformation zu machen, haben Gesamtbetriebsrat, Firmenseite und IG Metall Mitte 2025 gemeinsam mit ihrer dreiseitigen Transformationsvereinbarung definiert - auch das ein Erfolgskriterium, das in anderen Unternehmen oft schwer vorstellbar ist.
Konkret sollen mit dem derzeit auf fünf Jahre angelegten Transformationsfonds Qualifizierungsmaßnahmen mit klarem Bezug zur Transformation finanziert werden, die für definierte Jobprofile relevant sind.
Ein entscheidender Unterschied zu anderer Qualifizierung ist dabei die paritätische Struktur: Zum einen müssen Anträge an den Fonds zwingend gemeinsam durch Geschäftsverantwortliche und Betriebsräte erarbeitet werden, zum anderen entscheidet auch über die Freigabe ein aus Firmenseite und Betriebsräten besetztes Gremium.
Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Tobias Bäumler erklärt den ursprünglichen Hintergrund der Idee: “Die Transformation gelingt nur, wenn Menschen aktiv befähigt werden, sie mitzugestalten. Genau hier setzt der Fonds an, indem er Qualifizierung und Weiterbildung in zentralen Zukunftsfeldern unterstützt, die Innovationsfähigkeit stärkt und die Beschäftigten in den Mittelpunkt der Transformation stellt.”
Auch aus Sicht der IG Metall sind die Transformationsvereinbarung und insbesondere der Fonds ein Erfolgsmodell: “Viele Unternehmen versuchen, die Transformation reaktiv zu bewältigen und riskieren damit unter anderem oft unklare und im Zweifel tendenziell negative Folgen für die Beschäftigten. Mit unserer Vereinbarung gehen wir die Transformation bei Siemens aktiv im Sinne der Beschäftigten an - dabei ist der Fonds ein zentraler Faktor”, erklärt Hagen Reimer, Leiter des Siemens Teams.
Jetzt geht es also an die örtliche Umsetzung, die Betriebsratseinheiten der Siemens AG können Anträge an den Fonds stellen. Stefanie Lengfelder dankt allen an diesem Meilenstein beteiligten Kolleginnen und Kollegen und gibt den Startschuss: “Wir freuen uns auf viele großartige Anträge!”
Quelle: www.dialog-igmetall.de