01.06.2026 | Im Tarifkonflikt im Stahl- und Hartgusswerk Bösdorf (SHB) konnte ein Verhandlungsergebnis erzielt werden. Die IG Metall einigte sich mit dem Arbeitgeber auf mehr Geld in zwei Stufen, sowie die erstmalige Einführung eines Tarifvertrags zum T-ZUG.
Es waren keine alltäglichen Tarifverhandlungen, da sich die Leipziger Gießerei seit Juli vergangenen Jahres in einer Insolvenz befindet. Dennoch hat die IG Metall zu Tarifverhandlungen aufgerufen und konnte nach einem harten ringen und insgesamt vier Verhandlungstagen einen fairen Kompromiss erzielen, der sowohl den finanziellen Belastungen der Kolleginnen und Kollegen, als auch der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gerecht wird.
Beschäftigte haben trotz Insolvenz mit hohen Belastungen zu kämpfen
Die Kolleginnen und Kollegen haben seit vielen Monaten mit hohen finanziellen Belastungen zu kämpfen. Miete, Wocheneinkauf, Sprit - alles wird teurer. Deshalb braucht es auch in Krisenzeiten einen fairen Ausgleich für die Beschäftigten.
"Der Tarifabschluss in einem laufenden Insolvenzverfahren bietet allen Beteiligten Sicherheit. Beschäftigte, Arbeitgeber und Kunden haben nun Planungssicherheit für die nächsten Monate und können alle Kraft darauf verwenden, das Unternehmen gut und sicher aus der Insolvenz zu führen." so Michael Hecker, zweiter Bevollmächtigter IG Metall Leipzig.
Der neue Tarifvertrag sieht eine Erhöhung der Entgelte um insg. 3,5 Prozent in zwei Stufen vor. Die Auszubildenden erhalten ab dem 01. August 2026 folgende Ausbildungsvergütung:
Zusätzlich einigte man sich auf die Einführung eines Tarifvertrages zum T-ZUG. Die Beschäftigten erhalten ab dem Jahr 2027 erstmals 4 Tage T-ZUG.