Tarifrunde Kontraktlogistik 2025

Warnstreik zeigt Wirkung - Seifert verbessert Angebot und will am 6. Februar weiterverhandeln

04.02.2026 | Mit Beginn der Spätschicht traten am 4. Februar 2026 die Kolleginnen und Kollegen beim Logistikdienstleister Seifert in einen Warnstreik. Damit erhöhten sie den Druck in den seit Oktober 2025 laufenden Tarifverhandlungen.

Foto: IG Metall

Die Arbeitsniederlegung zeigte Wirkung. Am selben Abend schickte der Arbeitgeber ein verbessertes Angebot an die IG Metall und bat darum, die Verhandlungen bereits am 6. Februar 2026 fortzusetzten.

Auf einer kurzfristig einberufenen Sitzung der betrieblichen Tarifkommission wurde gewürdigt, dass die Firma Seifert ihr Angebot verbessert und einen schnellen Verhandlungstermin vorgeschlagen hat. Gemeinsam wurde eine Ausweitung der Warnstreik bis auf weiteres ausgesetzt.

"Heute gilt mein Dank den mutigen Kolleginnen und Kollegen der Seifert-Spätschicht, die sich am Warnstreik beteiligt haben. Ihnen ist es zu verdanken, dass jetzt Bewegung in die Verhandlungen gekommen ist. Wir werden am Freitag erneut versuchen den Tarifkonflikt zu lösen. Mittlerweile befinden wir uns im fünften Monat nach Auslaufen des Tarifvertrages, die Geduld der Beschäftigten ist am Ende und die Erwartungen an einen fairen Kompromiss sind hoch. In der heutigen Streikversammlung wurde nochmal sehr deutlich, dass steuerfreie Sachbezüge keine Tabellenerhöhungen und Einmalzahlungen ersetzen können. Sie wären nur als zusätzlicher Bonus akzeptabel", sagt Steffen Reißig, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.

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