25.11.2025 | Am 25. November 2025 rief die IG Metall die Spätschichtbeschäftigten in acht Kontraktlogistikbetrieben im Umfeld der Automobilwerke zum Warnstreik in der laufenden Tarifrunde auf.
Die Arbeitsniederlegung dauerte 1,5 Stunden und es beteiligten sich rund 800 Beschäftigte, um ihrer berechtigten Tarifforderung Nachdruck zu verleihen. Die Entgelttarifverträge sind fristgemäß zum 30. September gekündigt worden und seitdem haben ein bis drei Verhandlungsrunden in den haustarifvertragsgebundenen Firmen stattgefunden. Ein Ergebnis steht noch aus. Die Beschäftigten fordern 2.900 Euro in der Eckentgeltgruppe mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten, Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung und die Angleichung der Arbeitszeiten.
"Seit Wochen wird verhandelt, doch bisher gibt es noch kein Ergebnis. Darum erhöhen wir den Druck in den Verhandlungen. Die Beschäftigten machen klar, dass sie zügig eine Lösung des Tarifkonfliktes erwarten. Die IG Metall Leipzig wird auch zukünftig keine unterschiedlichen Tarifniveaus dulden und den tariflichen Ordnungsrahmen in der Leipziger Kontraktlogistik schützen. Die Branche muss bei Entgelten und Arbeitszeiten attraktiv bleiben, und den harten Wettbewerb nicht über unterschiedliche Arbeitsbedingungen der Arbeits- und Fachkräfte, sondern nur noch über die Qualität der angebotenen Dienstleistung entscheiden“ sagte Steffen Reißig, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Leipzig.