22.06.2026 | Am 16. Juni 2025 fand das 5. MoLeWa-Netzwerkforum statt. Inhaltlich drehte sich alles um die Frage, wie die Leipziger Automotive-Industrie zukunftsfähige Geschäftsmodelle entwickeln kann, um Beschäftigung zu sichern und den Standort Leipzig nachhaltig zu stärken.
Für die IG Metall steht dabei fest: Nur mit Mitbestimmung und Solidarität lässt sich dieser Wandel gestalten.
Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden: In der Session des MoLeWa-Gewerkschaftsteams präsentierte Kollege René Höbel gemeinsam mit Maximilian Locher (IG Metall-Bezirksleitung Baden-Württemberg) die "sozialpartnerschaftliche Lernreise" – ein Instrument zur Erschließung neuer Geschäftsfelder unter Beteiligung der Beschäftigten und des Betriebsrats. Anschließend gab Kollege Holm Matzke (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender STERNAUTO GmbH) einen spannenden Einblick in sein Unternehmen und zeigte auf, wie die STERNAUTO GmbH in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Umstellungen und Erweiterungen ihres Geschäftsmodells unter Einbezug der Beschäftigten umgesetzt hat.
Eingerahmt wurde das Netzwerkforum im Mediencampus der Villa Ida durch hochkarätige Keynotes zum Motto „Neue Wege gehen – Diversifikation & Empowerment in der automobilen Transformation“. Spannende Impulse lieferte unter anderem Robert Händel (OPES Solar Mobility), der aufzeigte, wie OPES neue Technologien in sein bestehendes Geschäft integriert.
In der abschließenden Podiumsdiskussion machte Steffen Reißig (Erster Bevollmächtigter IG Metall Leipzig) noch einmal deutlich, dass die Beteiligung der Beschäftigten nicht nur wichtig ist, sondern dass unsere Kolleginnen und Kollegen die Expertinnen und Experten in ihren Betrieben sind. Ihr umfassendes Wissen müsse als Transformationsressource genutzt werden. „Die Beschäftigten sind nicht die Bremser der Transformation. Sie wollen den Wandel mitgestalten. Dafür braucht es mehr als permanente Vorwürfe, sie seien zu faul oder arbeiteten zu wenig. Wir brauchen motivierte Beschäftigte und Betriebe mit robusten Zukunftsperspektiven, um Beschäftigung in der Leipziger Automotive-Branche nachhaltig zu sichern“, stellte Steffen Reißig klar.