20.05.2026 | Die Proteste fanden im Rahmen eines weltweiten Aktionstages gegen die geplante Fusion von TKE mit dem finnischen Wettbewerber KONE statt. Das Motto lautete: "Keinen Deal ohne uns!". Auch die Kolleginnen und Kollegen aus Leipzig und Halle waren stark vertreten.
Zeitgleich fanden weitere Protestaktionen an zentralen Standorten statt: in Düsseldorf vor der TKE-Zentrale sowie in Frankfurt am Main vor den Sitzen der Finanzinvestoren Advent und Cinven, die maßgeblich hinter dem Deal stehen.
Mit dabei: 40 Beschäftigte aus Leipzig und Halle. Sie zeigen: Der Widerstand kommt aus allen Regionen. Die Botschaft ist eindeutig:
Keine Fusion auf Kosten unserer Jobs! Keine Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg!
„Gut, dass wir uns wehren. Wir halten zusammen. Wer TKE kauft, kauft starke Mitbestimmung ein“, war von Reiner Berger (stellv. BR Vors. TKE NL Leipzig) zu hören. Die Botschaft ist eindeutig: Die Beschäftigten lassen sich nicht spalten und treten gemeinsam für ihre Interessen ein – über Standorte, Regionen und Ländergrenzen hinweg.
Zum Hintergrund: Am 29. April 2026 hatten KONE und ein von Advent und Cinven geführtes Konsortium den Zusammenschluss beider Unternehmen mit einem Gesamtwert von 29,4 Milliarden Euro angekündigt. Mehr als 100.000 Beschäftigte weltweit wären betroffen. Die IG Metall kritisiert, dass dieses Geschäft ohne vorherige Information oder Konsultation der Arbeitnehmervertretungen beschlossen wurde – trotz bestehender Mitbestimmungsrechte und internationaler Vereinbarungen.
Die IG Metall fordert in einem Zukunftstarifvertrag klare Zusagen für Standorte, Beschäftigung und Mitbestimmung – und macht deutlich: Der Protest wird weiter wachsen.