Der Umbau geht weiter:

Siemens AG - nächster Schritt zur "ONE Tech Company"

20.05.2026 | Siemens hat am 19. Mai 2026 umfassende organisatorische Veränderungen in der Struktur von Geschäfts- und Funktionsbereichen angekündigt, die einen weiteren, wesentlichen Schritt in seiner fortlaufenden Transformation zur "ONE Tech Company" darstellen.

Die IG Metall und die betrieblichen Spitzenfunktionär*Innen betrachten diesen Schritt als logische Konsequenz der Entwicklung zur ONE Tech Company, die sie unverändert grundsätzlich als tragfähige Strategie einschätzen. Hinsichtlich der aktuell geplanten strukturellen Veränderungen haben sie vor diesem Hintergrund jedoch auch klare Erwartungen.

Die ONE Tech Company muss demzufolge den Beschäftigten verständlich sein und sie mitnehmen, also das Zielbild sowie künftige Ausrichtung der Geschäfte und Funktionen klar und verständlich vermitteln. Die Bahnsparte Siemens Mobility muss als zentraler Bestandteil der ONE Tech Company verankert werden. Die Beschäftigten selbst müssen an Produktivitätsgewinnen und Erfolgen beteiligt werden; dazu gehört auch, gute Beschäftigungsbedingungen konzernübergreifend zu harmonisieren.

Eine weitere Forderung bezieht sich auf die Stärkung von Standorte, Innovation und insbesondere der Software-Entwicklung in Deutschland. Dazu müssen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Werke erhalten und ihre Kapazitätsauslastung gesichert sowie wichtige Headquarter in Deutschland angesiedelt beziehungsweise gehalten werden. Außerdem müssen neue Geschäftsfelder das heutige Kerngeschäft weiter ergänzen beziehungsweise erweitern.

Betriebsräte und IG Metall werden die weitere Entwicklung Siemens' zur ONE Tech Company und speziell die nun geplanten Veränderungen vor diesem Hintergrund weiter aufmerksam begleiten. 

Jürgen Kerner, 2. Vorsitzender der IG Metall und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Siemens AG, fasst die Position zusammen: „Wir tragen das Konzept der integrierten ONE Tech Company mit, weil es aus heutiger Sicht langfristig die besten Aussichten für Siemens bietet. Wenn eine Firma bei industrieller KI den amerikanischen Tech-Konzernen die Stirn bieten kann, dann ist das Siemens. Vor diesem Hintergrund ist die Mitgestaltung im Sinne der Beschäftigteninteressen das für uns entscheidende Kriterium. Für die nun angekündigten Veränderungen bedeutet das in erster Linie, dass sie nicht mit einem Stellenabbau einhergehen dürfen. Ohne die Menschen wird es wie immer nicht gehen.“

Tobias Bäumler, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates und Mitglied des Aufsichtsrates der Siemens AG, erklärt seinerseits: „Wir fordern gemeinsam mit der IG Metall eine ONE Tech Company im Sinne der Beschäftigten – mit zukunftsfähigen und sicheren Perspektiven für alle und einem klaren Fokus auf Wachstum. Wir als Gesamtbetriebsrat werden die neuen Strukturen kritisch hinterfragen und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten prüfen. Die Basis einer erfolgreichen Transformation sind die Menschen. Nur mit ihnen gelingt sie. ONE Tech Company – aber mit allen.“

Quelle: www.dialog-igmetall.de

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