thyssenkrupp Aufzüge Leipzig

Leipziger Aufzugsmonteure beteiligen sich am Protestkundgebung vor Konzernzentrale in Essen

04.12.2019 | Am 4. Dezember 2019 fuhren 2500 Beschäftigte der Aufzugssparte von thyssenkrupp aus allen Teilen Deutschlands nach Essen, um vor der Zentrale des Konzerns zu protestieren und für einen Tarifvertrag mit Standort- und Beschäftigungssicherung zu demonstrieren. Mit dabei die Kolleginnen und Kollegen der Niederlassung Leipzig.

Fotos: IG Metall Leipzig

2500 Beschäftigte aus ganz Deutschland demonstrieren für Standort- und Beschäftigungssicherung bei thyssenkrupp Elevator

Der thyssenkrupp Konzern ist durch schwerwiegende Managementfehler in eine kritische wirtschaftliche und finanzielle Situation geraten. Jetzt muss die Perle des Konzerns, thyssenkrupp Elevator, durch eine wie auch immer geartete Veräußerung zu Geld gemacht werden, um den Gesamtkonzern mit seinen anderen Geschäftsbereichen zukunftsfähig aufstellen zu können. Damit bei diesem gigantischen Monopolyspiel an der Börse die Belegschaft von Elevator nicht auf der Strecke bleibt, sind heute 2500 Beschäftigte aus der ganzen Republik nach Essen gereist, um für Standort- und Beschäftigungssicherung zu demonstrieren.

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei thyssenkrupp Elevator: „Über Jahre haben die Beschäftigten von Elevator für den thyssenkrupp Konzern hervorragende Arbeit geleistet und beste Ergebnisse eingefahren. Jetzt muss das den Konzern retten. Darum ist die Belegschaft auch ordentlich zu behandeln. Davon ist aber leider noch nicht viel zu sehen. Das Management weigert sich nach wie vor, die erforderlichen Sicherheiten für Arbeitsplätze und Standorte zu geben. Das ist nicht zu akzeptieren. Darum machen wir heute Druck. Wir lassen es nicht zu, dass sich die Börsenzocker die Hände reiben und die Beschäftigten in ihrer Existenz bedroht werden.“

Susanne Herberger, Vorsitzende der Betriebsrätearbeitsgemeinschaft bei thyssenkrupp Elevator: "Wir brauchen nicht nur Transaktionssicherheit, wie Frau Merz sagte, wir fordern Sicherheit für die Elevator-Beschäftigten. Viele Jahre wächst unser Geschäft in Umsatz und Ergebnis und wir bringen verlässlich Jahr für Jahr Cash in den Konzern. Wenn wir jetzt als Gegenleistung verkauft werden sollen, erwarten wir zu allererst, dass die Menschen bei thyssenkrupp Elevator im Vordergrund stehen. Unser Erfolg steckt nicht in den Kennzahlen und Bilanzen, unseren Erfolg haben die Beschäftigten erbracht."

Mike Schürg, IG Metall Bezirksleitung NRW

Quelle: IG Bezirksleitung NRW, 4.12.2019

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