Angleichung der Arbeitszeit im Osten

Ex-Porsche-Betriebsratschef Hück fordert Arbeitszeitangleichung im Osten

06.02.2019 | Am Montag hat er seinen Rücktritt verkündet, nur einen Tag später sprach gestern Ex-Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück im Porsche-Werk in Leipzig. Für ihn bleibe, so berichtet die Leipziger Volkszeitung, ein Punkt offen, den er nicht durchgeboxt hat: Die Angleichung der Arbeitszeit.

Die Leipziger Beschäftigten arbeiten regulär 38 Stunden in der Woche, also drei Stunden mehr als ihre Kollegen in Baden-Württemberg. „Wir haben die deutsche Einheit erst zu drei Viertel geschafft“, sagte Uwe Hück. "Fast 30 Jahre nach Mauerfall und Grenzöffnung ist die Angleichung überfällig. Wir müssen das schnell schaffen, sonst drohen soziale Unruhen.“ Es gebe keinen Grund, dass die Arbeitgeber die neuen Länder „weiter als Geldruckmaschine benutzen und auspressen“.

Auch mit Blick auf die immer schwerer werdende Fachkräftesicherung sei die Angleichung der Arbeitszeit im Osten mehr als nötig. Schließlich suchten sich die Beschäftigten bald ihren Arbeitgeber aus, nicht umgekehrt. Und da spielten Faktoren wie die Arbeitszeit eine gewichtige Rolle. Kurzum: Die Angleichung müsse her, sonst falle der Osten im Standortwettbewerb zurück.

Quelle: IG Metall BZL BBS, 06.02.19

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