Mitbestimmung für Porsche Leipzig

Porsche-Werk Leipzig bekommt einen Aufsichtsrat

16.10.2016 | Am 6. Oktober 2016 konstituierte sich der Aufsichtsrat von Porsche Leipzig. Das Porsche-Werk mit rund 4.000 Beschäftigten ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Im Konzern wird das Leipziger Werk durch das 12-er Gremium aufgewertet. Es ist hochkarätig besetzt und besteht zur Hälfte aus Arbeitnehmervertretern.

Arbeitnehmer-Vertreter:

Knut Lofski, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender,

Thomas Kanz, Betriebsrat,

Kay Franke, Betriebsrat,

Petra Bockelmann, leitende Angestellte und IG Metall-Mitglied,

Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter IG Metall Leipzig und

Sabine Zach, Tarifsekretärin IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen.

 

Vertreter der Arbeitgeberseite:

Albrecht Reimold, Produktionsvorstand, Aufsichtsratsvorsitzender,

Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender,

Andreas Haffner, Vorstand Personal,

Detlev von Platen, Vorstand Vertrieb,

Uwe-Karsten Städter, Vorstand Einkauf sowie

Jürgen Rittersberger, Generalbevollmächtigter und Leiter der Unternehmensstrategie der Porsche AG.

„Das ist Ausdruck der gewachsenen Bedeutung des Leipziger Werks“, sagte Bernd Kruppa, Erster Bevollmächtigter IG Metall Leipzig. Ein echtes Plus ist der direkte Kontakt zum Vorstand in Stuttgart. Wir können so die Leipziger Perspektive in die Diskussionen einbringen. Wir wollen selbstbewusster und klarer adressieren.“ Im Dezember 2016 wird der Aufsichtsrat seine Arbeit aufnehmen und zweimal im Jahr künftig tagen.

Es war kein leichter Weg zum eigenen Aufsichtsrat. Das Porsche Werk in Leipzig ist als eigenständige GmbH organisiert. Ab 2.000 Beschäftigten ist laut Gesetz ein Aufsichtsrat zu bilden, der zur Hälfte mit Arbeitnehmervertretern besetzt werden muss. Diese Marke hatte das Werk bereits 2014 erreicht. Arbeitnehmer und IG Metall haben gemeinsam den Aufsichtsrat durchgesetzt. Die Belegschaftsvertreter wurden Ende Juni vom Amtsgericht benannt und nicht wie üblich gewählt. Die Wahl muss nachgeholt werden.

Das Porsche-Werk in Zuffenhausen untersteht direkt der Porsche AG. Das Porsche-Werk in Leipzig, das 2002 eröffnet wurde, ist eine eigene Tochtergesellschaft. Daraus ergeben sich Unterschiede zwischen Ost und West für die Beschäftigten. Bei der Arbeitszeit von 38 Stunden im Osten – im Vergleich zu 35 Stunden im Westen – besteht die größte Ungleichbehandlung für die Leipziger Porsche-Kollegen.

 

 

Quelle: IG Metall BBS, Andrea Weingart

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